Briefgold über den Streit um die Goldmaske Agamemnons

Briefgold berichtet über die Antike. Nicht nur Tutanchamun konnte sich nach seinem Ableben über einen teuren Gesichtsschmuck freuen. Auch dem mykenischen Herrscher Agamemnon, der angeblich etwa im 12. Jahrhundert v. Chr. lebte, wurde kurzfristig eine Maske zugeschrieben, die heute in einem Museum in Athen besichtigt werden kann. Sie wurde vom Archäologen Schliemann bei Ausgrabungen in Mykene entdeckt, ganz in der Nähe des berühmten Löwentores, und von ihm als königlicher Schmuck identifiziert. Andere Forscher teilten jedoch seine Meinung über das Fundstück nicht und man behauptete schließlich sogar, der Archäologe hätte die Maske selbst fertigen lassen und gezielt platziert.
Heute weiß man, dass sie etwa 300 Jahre älter sein muss als ihr angeblicher Träger und daher eher in die byzantinische Zeit passt. Wahrscheinlich war es die Grabbeigabe eines reichen mykenischen Fürsten um 1500 vor Christus. Sie besteht im Vergleich zu der Maske des ägyptischen Pharaos nur aus einer sehr dünnen Goldschicht, aber sie ließe sich demnach auch leichter als Briefgold verschicken. Trotzdem konnte Schliemann schon bei der Grabung allgemein auf die Bergung von 13 kg an Edelmetallschätzen zurückblicken. Auch wenn dieser spezielle Fund strittig ist, war der Archäologe dennoch ein Universalgenie, das unzählige Sprachen konnte, sich auf geschicktes Marketing seiner Suchprojekte verstand und nichts unversucht ließ um seine Leidenschaft für die Archäologie in die Tat umzusetzen.
Die Maske war lange Zeit in Berlin, bis sie vom Staat Griechenland zurückgefordert wurde und nach Athen gesandt wurde. Weitere interessante, historische Beiträge finden Sie auf diesem Briefgold Blog.

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